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Warum ein Nein als Leader oft besser als ein Ja ist

Von Andre Ottlik · · 2 Min. Lesezeit

Leader:innen Frage: Wie wohl fühlst du dich NEIN zu sagen?

Wie oft findest du dich in Situationen wieder, wo dir ganz klar nach einem NEIN ist, aber weil du nunmal höflich und nett sein möchtest, sagst du JA. AGAIN!! Warum ist das so? Wir haben oft Schwierigkeiten, NEIN zu sagen, weil wir von Kindesbeinen an objektifiziert wurden. 🛸 What? Objektifizierung bedeutet:

● Konditionierung von Verfügbarkeit 🏃‍♀️ Wir wurden darauf hin trainiert, immer verfügbar zu sein. Ständige Verfügbarkeit ist aber kein natürlicher Zustand, sondern ein Zeichen unserer Leistungsgesellschaft. #isso Oft resultiert daraus: Keine Ruhe, zu wenig Flow, zu wenig Schlaf, chronischer Stress, fehlende Regeneration

● Mitmachen 🏫 Wir haben gelernt mitzumachen, was von uns z.B. in der Schule verlangt wurde, egal, ob wir es wollten oder nicht. Oft resultiert daraus: Unklares Selbst, Angst vor Ablehnung, FOMO

● Leistungsdruck ⏱️ Es werden überwiegend äußere Maßstäbe gesetzt, weniger auf die individuellen Wünsche und Fähigkeiten eingegangen. Oft resultiert daraus: Frust, Depression, Burn Out

Du siehst, wir haben relativ gut und zeitig gelernt immer schön JA zu sagen. Wie können wir also nun besser NEIN sagen lernen?

Erstens müssen wir verstehen und lernen uns selbst gegenüber ein gesundes NEIN zu etablieren, bevor wir das bei anderen tun. Das fängt bei unseren Verhaltensweisen an, die für uns selbst nicht wirklich förderlich sind #Ablenkung. Wir dürfen lernen, NEIN zu Ablenkungen zu sagen, sei es durch Menschen, Social Media, Food oder Konsum. Wir dürfen lernen, bei dem Informationsfluss, der ständig auf uns einprasselt - zwischen dringend, wichtig und unwichtig zu unterscheiden.

Zweitens, das NEIN für andere. Ein Nein bzw. eine Ablehnung fühlt sich nie gut an, deshalb ist es wichtig, klar und wertschätzend zu kommunizieren. Im Team müssen wir lernen dafür einzustehen, dass wir für die super nicen Kollegen nicht immer sofort zur Verfügung stehen. Biete zum Beispiel an, später für die gebündelten Fragen da zu sein, so bleibst du im Flow und wirst nicht ständig rausgerissen. Besprich mit deinem Team das Thema Flow und erlaubt euch, euren Arbeitsablauf unter die Lupe zu nehmen. Gute Fragen dafür sind: Wo haben wir uns erlaubt, uns gegenseitig zu unterbrechen? Wie können wir das anders organisieren? Bei NEINS geht es nicht darum ab jetzt auf Gefallen zu verzichten, Egotrips zu schieben oder anderen eins auszuwischen - NEIN! 🚩Es geht darum für sich einzustehen, Grenzen zu setzten und diese klar zu kommunizieren. #fairplay

In Short: Nein zu sagen ist super wichtig, für uns selbst, für andere, im Alltag, im Job. Nimm all deine ungesunden JA’s wahr, z.B. zu Medien, zu viel Informationen, Konsum, Gefallen, ständige Erreichbarkeit. Fange an bewusst Grenzen zu setzen, für dich selbst und bei anderen. Du als Leader kannst dein Team und deine Kollegen ermutigen klare Grenzen zu ziehen. Ihr klares NEIN wird eure Beziehung und die im Team stärken. Seid ehrlich und kreativ, damit die Bedürfnisse von beiden erfüllt werden. Lets do this! 💃

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